Server und Systeme -> Webspace und Internetauftritt -> Kostenloser Webspace VS paid Hosting

Kostenloser Webspace VS paid Hosting vom 05.09.2009 19:04 Uhr

Werbung
Wenn man Webseiten im Internet betreibt, kommt man irgendwann zu der Entscheidung zwischen einem kostenlosen Server und einem kostenpflichtigen Webspace. Die Vor- und Nachteile liegen dabei klar auf der Hand. Bei kostenlosem Webspace muss man nur Zeit investieren und eine Domain besitzen, die es teilweise schon gratis zum Webspace mit dazu gibt. Dafür muss man bei den meissten Freehosting Angeboten mit aufgezwungener Werbung leben, von der man selber gar nichts hat. Allerdings ist auch klar, dass die Anbieter kostenloser Server diese irgendwie finanzieren müssen und das eben durch diese Werbung machen.

Bei bezahltem Webspace liegt alles in der eigenen Hand. Für wenige Euro ist man besitzer von ein paar 100 Megebyte Speicherplatz, mehreren MySql, PostGreSql oder MSql Datenbanken, E-Mail Service (manchmal mit eigenem SMTP Server) und anderen Produkten. So kann man seinen Server nach den eigenen Wünschen bestellen, einrichten und auf das Projekt ausrichten. Ausserdem kann man eigene Affiliate Werbung einbinden die zum Projekt passt und so eventuell die Kosten für den Webserver wieder rein bekommen.

Es stellt sich also die Frage nach den Vorteilen und da komme ich auf die Antwort, dass sich die Lösung nach der Aufgabe richtet. Wenn ich einen Blogg wie diesen betreiben möchte und nichts weiter mit dem Speicherplatz anfange, dann ist kostenloser Webspace von einem Freehoster total in Ordnung und ausreichend. Ich erreiche mein Publikum und die Werbung kann mir egal sein, weil meine Leser wegen den Inhalten der Webseite gekommen sind. Wie sie dann gehen ist in diesem Fall nicht wichtig. Kostenloser Webspace ist also für kleine Projekte wie Bloggs und Foren das Richtige.
Wenn man aber seriöse Projekte betreiben möchte, die vielleicht sogar Geld einspielen sollen, wird man schnell zu der Überzeugung kommen, dass die fremde Werbung störend ist und dadurch das eigene Projekt in den Hintergrund gerät. Als Preis für die Werbefreiheit muss man eben Geld bezahlen, was man durch eigene Werbung und durch das Verkaufen eines Produktes wieder in die Kasse spielen muss. Da es sich hierbei um monatliche kosten handelt, muss man also eine stetige Einnamequelle haben.

Einen Punkt, den ich noch gar nicht beleutet habe, sind die Self-Hosted-Server. Dazu stellt man sich einen Rechner ins Wohnzimmer, installiert Apache, Tomcat oder ISS Webserver Software und holt sich eine feste IP Beziehungsweise nutzt dynamische DNS, so dass eine Domain immer auch dem privaten Webserver zugeordnet wird. Jetzt hat man also erst einmal die Kosten für den Rechner, die Stromkosten und muss sich zusätzlich darum kümmern, dass der Server immer läuft, sicher ist und aktuell. Dafür kann man den Server an die eigenen Bedürfnisse anpassen und Hardware austauschen oder Software installieren. Ausserdem kann man eigene Automatismen nutzen, um Backups und Updates durchzuführen. Je nach Laufzeit verlaufen sich die Anfangkosten und man ist auf dem selben Stand wie bei einem kostenpflichtigen Webspace Anbieter im Internet.

Fazit zu kostenlosem Webspace:


Es ist also eine Frage des Geschmacks und des Bedarfs und kann nicht einfach mit "Das eine ist besser als das andere" geregelt werden.
kitdesign
@kitdesign schrieb am 03.11.2009 10:14
Toller Artikel, mir kommt jedoch weiterhin nur kostenloser Webspace ins Haus, besonders wenn er von mir selber kommt. :) Bin Derzeit bei Space4Free (http://www.space4free.net) und echt zufrieden mit meinen Seiten.
Dein Kommentar zum Beitrag: